Kostenloser Rechner

Stundenverrechnungssatz berechnen auf Vollkostenbasis, nicht auf Bauchgefühl.

Der Verrechnungssatz pro produktiver Stunde ist die Grundlage jeder Objektkalkulation. Der Rechner zeigt Mindestsatz, Personalvollkosten, kostendeckenden Satz und den empfohlenen Satz inklusive Zielmarge. Alle Werte sind transparent und veränderbar.

Alle Angaben sind Startwerte für die Gebäudereinigung in Deutschland. Passen Sie sie an Ihr Unternehmen an, das Ergebnis rechnet live mit.

Stundenverrechnungssatz berechnen

Formel: Satz = (Bruttolohn × Sollstunden × (1 + Nebenkosten) + Overhead-Jahr) geteilt durch produktive Stunden, danach durch (1 minus Zielmarge).

Alle Werte eingetragen? Ergebnis in wenigen Sekunden.

So rechnet der Kalkulator

Die Vollkostenlogik trennt bezahlte Stunden von produktiven Stunden. Wichtig ist dieser Unterschied: Der Arbeitgeber zahlt Lohn für alle Sollstunden, produktiv sind aber nur die Stunden abzüglich Urlaub, Krankheit, Feiertag und unproduktiver Zeit.

  1. 1. Sollstunden pro Jahr

    Wochenarbeitszeit mal 52 Wochen. Bei 39 Stunden pro Woche ergibt das 2028 Sollstunden pro Jahr. Dies sind bezahlte Stunden, unabhängig davon, ob sie beim Kunden produktiv erbracht werden.

  2. 2. Produktive Stunden pro Jahr

    Sollstunden minus Urlaub, Krankheit, Feiertage und unproduktive Anteile wie Rüsten, interne Wege oder Pausen. Realistisch bleiben pro Vollzeitkraft rund 1500 bis 1700 produktive Stunden übrig.

  3. 3. Jahres-Personalkosten

    Bruttolohn mal Sollstunden mal (1 plus Lohnnebenkosten). Die Lohnnebenkosten liegen in Deutschland aktuell bei rund 20 bis 25 Prozent, abhängig von Berufsgenossenschaft, Umlagen und Zusatzbeiträgen.

  4. 4. Overhead pro Jahr

    Material, Fahrzeug, Verwaltung und Versicherung pro Monat mal 12. Das sind die Kosten, die auf die produktive Stunde umgelegt werden müssen, damit der Betrieb selbst finanziert ist.

  5. 5. Kostendeckender Satz

    Jahres-Personalkosten geteilt durch produktive Stunden ergibt den Personalvollkosten-Satz. Plus Overhead pro produktiver Stunde ergibt den kostendeckenden Satz. Alles unter diesem Wert erwirtschaftet Verlust.

  6. 6. Empfohlener Satz

    Kostendeckender Satz geteilt durch 1 minus Zielmarge. So enthält der Satz die Marge tatsächlich, nicht nur einen Aufschlag auf die Kosten.

Worauf Sie in der Praxis achten sollten

Die häufigsten Fehler bei der Verrechnungssatzkalkulation in der Gebäudereinigung:

  • Rechnung nur auf Bruttolohn. Wer Lohnnebenkosten weglässt, verliert zwischen 20 und 25 Prozent Marge im ersten Vertragsjahr.
  • Ausfallzeiten unterschätzen. 30 Tage Urlaub, 10 Krankheitstage und 11 Feiertage sind bei Vollzeit über 400 unproduktive Stunden pro Jahr.
  • Fahrt zwischen Objekten fehlt oft. In Kolonnen mit mehreren Objekten pro Tag kann der unproduktive Anteil deutlich über 10 Prozent liegen.
  • Verwaltung wird nicht auf die Stunde umgelegt. Objektleitung, Qualitätskontrolle, Angebotswesen, Buchhaltung sind reale Kosten, die auf produktive Stunden gehören.
  • Zielmarge zu niedrig. Für den Aufbau von Rücklagen und Investitionen sind in der Unterhaltsreinigung 15 bis 25 Prozent üblich, in Spezialbereichen deutlich mehr.

Häufige Fragen zum Stundenverrechnungssatz

Was ist der Stundenverrechnungssatz in der Gebäudereinigung?

Der Stundenverrechnungssatz ist der Betrag, den ein Reinigungsunternehmen pro produktiver Arbeitsstunde beim Kunden abrechnen muss, damit alle Kosten gedeckt sind und die Zielmarge erreicht wird. Er wird aus Bruttolohn, Lohnnebenkosten, Ausfallzeiten, Overhead und Zielmarge berechnet.

Wie hoch ist der Stundenverrechnungssatz in Deutschland 2026?

In der Unterhaltsreinigung liegt der kostendeckende Satz für die produktive Stunde je nach Bundesland, Betriebsgröße und Overhead häufig zwischen 26 und 34 Euro. Mit Zielmarge liegen viele Betriebe zwischen 30 und 40 Euro. Der Rechner ermittelt Ihren individuellen Wert aus Ihren Angaben.

Wie viele produktive Stunden hat eine Vollzeit-Reinigungskraft im Jahr?

Bei 39 Stunden Wochenarbeitszeit ergeben sich 2028 Sollstunden. Nach Abzug von 30 Tagen Urlaub, 10 Krankheitstagen, 11 Feiertagen und rund 8 Prozent unproduktiver Zeit verbleiben ungefähr 1550 bis 1650 produktive Stunden pro Jahr.

Was gehört alles in den Verrechnungssatz?

Der Verrechnungssatz muss Bruttolohn, Lohnnebenkosten (Sozialversicherung, Berufsgenossenschaft, Umlagen), Ausfallzeiten (Urlaub, Krankheit, Feiertag), unproduktive Anteile (Fahrt, Rüsten, Pausen), Overhead (Material, Fahrzeug, Verwaltung, Versicherung) und eine realistische Zielmarge enthalten.

Wie hoch sind die Lohnnebenkosten für die Gebäudereinigung?

Die Lohnnebenkosten setzen sich aus Arbeitgeberanteil Sozialversicherung, Berufsgenossenschaft, Umlage U1 und U2 sowie ggf. Insolvenzgeldumlage zusammen. Sie liegen in der Gebäudereinigung in Deutschland aktuell typischerweise zwischen 20 und 25 Prozent des Bruttolohns.

Unterscheidet sich der Verrechnungssatz für Subunternehmer?

Ja, wenn Sie einen Subunternehmer beauftragen, ersetzt dessen Rechnung die eigenen Personalkosten. Es kommen aber Steuerungsaufwand und Marge dazu. In diesem Rechner tragen Sie den Bruttolohn und Nebenkosten Ihrer eigenen Mitarbeiter ein. Für Subunternehmer-Kalkulation nutzen Sie den Objektkalkulator, der in Kürze folgt.

Passend dazu

Newsletter für Reinigungsbetriebe

Monatlich ein Update mit Rechnern, Ratgebern und Praxiswissen für die Gebäudereinigung. Kein Spam, jederzeit abbestellbar.

Zur Datenschutzerklärung

Stundenverrechnungssatz Gebäudereinigung berechnen | Taskey | Taskey